Nun, einfache Kunst ist für mich Gebrauchskunst an einem Platz, wo sie jeder sehen kann, wie hier am Briefkasten oder an der Hauswand - das Gegenteil von einer solchen Kunst (die natürlich auch ihren Wert hat), die man nur im Museum zu sehen kriegt oder in einer Galerie.
So, ein paar Bilder hab ich noch. D.h. ich hab noch eine Menge, aber viele sind noch nicht "aufbereitet".
Ich hab mir jetzt gedacht, bevor die Kranichkücken, bei deren :gruebel: Eierproduktionsvorbereitung ich dabei sein durfte, vollens flügge werden und dieses schöne Land Richtung Süden verlassen, möchte ich diesen Höhepunkt meiner Schwedenreise dokumentieren und einige anderen Erlebnisse, wie Göteborg, das Eisenbahnmuseum in Skara oder Godhems Klosterruine hintanstellen, obwohl das zeitlich vorher drangewesen wäre.
Aber keine Sorge, das kommt noch.
Wir haben also Ostersamstag (11.4.), und fahren mit dem :autofahren: auf dem
Riksvägen 46 nach Norden.
Kurz vor Timmele, der nächsten Ortschaft hinter Ulricehamn, steht ein verlassener Skilift -
die Wahl zwischen Service und Selbstbedienung entfällt heute wohl.

Unten am Ätran - das ist der Fluss, der den Åsunden mit Wasser versorgt - ist der Schnee schon weitestgehend weg.

In Dalum, dem nächsten Dorf, steht eine Kirche, deren Glockenturm bei seinem Einsturz einen Mann erschlug.
Zur Strafe wurde der Killerturm auf die Friedhofsmauer versetzt.

Der Hornburgasjön, der von weitem den Eindruck eines überschwemmten Kartoffelackers macht, ist in Wirklichkeit riesengroß. Besonders wenn man wie ich noch alle möglichen Abstecher macht. Bis ich einmal um ihn herumgefahren bin, ist es fast Abend.
Am westlichen Beobachtungsturm steht angeschlagen, wie viele Kraniche heute hier rasten - 8300.
Zwei Wochen vorher waren es über 18000.




