Quasselecke

Reise- & Campingplatzberichte
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 Betreff des Beitrags: Lefteris Portugal-Erinnerungen
BeitragVerfasst: Sa Apr 26, 2008 08:01 
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Registriert: Fr Mär 30, 2007 20:33
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Portugal war 1928 bis 1974 eine Diktatur.
Bis 1968 hiess der Diktator António de Oliveira Salazar,
dann kippte er mit einem Schlaganfall aus seinem Liegestuhl
und wurde von seinem Vertrauten Marcello Caetano abgelöst;
bis auf ein paar Scheinreformen ging alles so weiter wie bisher.

1974 hatte Caetano dann nicht nur die Linke und die Gewerkschaften gegen sich,
sondern auch große Teile des Militärs,
die es müde waren, vor allem in Afrika (Angola, Mosambik, Guinea-Bissau und Kap Verde)
einen verlustreichen Kolonialkrieg zu führen.
So erfolgte der Sturz der Diktatur zwar formal durch einen Militärputsch,
aber der fand im Sinne und mit großer Unterstützung des Volkes statt.
Um zu demonstrieren, dass sie nicht auf das Volk schiessen würden,
steckten die Soldaten Nelken in ihre Gewehrläufe -
daher der Name Nelkenrevolution.

Das Signal zum Aufstand erfolgte in den frühen Morgenstunden des 25. April 1974
mit dem dreifachen Abspielen -und zusätzlichen Verlesen des Textes-
des bis dahin verbotenen Liedes Grândola, vila morena (Lautsprecher einschalten).

Grândola vila morena,
Terra da fraternidade,
O povo é quem mais ordena,
Dentro de ti ó cidade.

Dentro de ti ó cidade,
O povo é quem mais ordena,
Terra da fraternidade,
Grândola vila morena.


Em cada esquina um amigo,
Em cada rosto igualdade,
Grândola vila morena,
Terra da fraternidade.

Terra da fraternidade,
Grândola vila morena,
Em cada rosto igualdade,
O povo é quem mais ordena.


À sombra de uma azinheira,
Que já não sabia a idade,
Jurei ter por companheira,
Grândola a tua vontade.

Grândola a tua vontade,
Jurei ter por companheira,
À sombra de uma azinheira,
Que já não sabia a idade.

Deutsche Übersetzung:

Grândola braune Stadt,
Land der Brüderlichkeit,
Das Volk regiert,
In Dir, oh Stadt.

In Dir, oh Stadt,
Regiert das Volk,
Land der Brüderlichkeit,
Grândola braune Stadt.

Hinter jeder Ecke ein Freund,
In jedem Gesicht Gleichheit,
Grandola braune Stadt,
Land der Brüderlichkeit.

Land der Brüderlichkeit,
Grandola braune Stadt,
In jedem Gesicht Gleichheit,
In Dir regiert das Volk.

Im Schatten einer Steineiche,
Die ihr Alter nicht mehr weiss,
Habe ich dir Treue geschworen,
Grândola, nach deinem Willen.

Grândola, nach deinem Willen,
Habe ich dir Treue geschworen,
Im Schatten einer Steineiche,
Die ihr Alter nicht mehr weiss.

_________________
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Zuletzt geändert von Lefteri am Sa Apr 26, 2008 21:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lefteris Portugal-Erinnerungen
BeitragVerfasst: Sa Apr 26, 2008 08:02 
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Registriert: Fr Mär 30, 2007 20:33
Beiträge: 883
Wohnort: Hamburger Nordrand
Ohne diese Historie hätte ich die strapaziöse Reise dorthin nicht angetreten -
1977 zu viert in einem VW-Käfer,
am ersten Tag von Heidelberg bis Limoges (westlich von Lyon),
am zweiten bis Valladolid in Nordspanien,
beide Male unter freiem Himmel im Schlafsack nächtigend,
am dritten Tag ging 200 km vor Lissabon der Dachgepäckträger kaputt,
auf dem wir unsere Rucksäcke und das Zelt gestapelt hatten,
dann wurde es richtig eng im Auto;
zum Glück waren unsere beiden portugiesischen Mitfahrerinnen
wie viele ihrer Landsleute klein und schlank,
was man von mir und meinem Beifahrer R. nicht behaupten konnte.

Als wir 1977 die spanisch-portugiesische Grenze passierten,
war die Nelkenrevolution schon drei Jahre her.
Damals war das noch eine richtige Grenze mit Passkontrollen auf beiden Seiten
(ja, richtig mit Reisepass und Stempel rein !),
wobei die Portugiesen das schon damals lockerer sahen als die Spanier:
Die Guarda Civil hatte ein Häuschen,
wo man seinen Pass hinbringen musste und gestempelt bekam
bzw. gelegentlich kontrolliert wurde -
die Portugiesen hatten einfach einen Tisch auf die Straße gestellt
und liessen die Autos bis an den Tisch heranfahren,
wo man dann seine Stempel bekam.

1986 -inzwischen waren beide Länder in der EU- reichte der Personalausweis,
und man bekam seinen Pass nur noch auf Wunsch gestempelt.

Irgendwann in den 90ern wurden die Grenzen innerhalb der iberischen Halbinsel abgeschafft,
man konnte einfach durchfahren,
und 1997 zerfielen die Postenhäuser der früher so gefürchteten Guarda Civil zum Teil,
andere mutierten zu Kneipen oder zu inoffiziellen Jugendtreffs ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Lefteris Portugal-Erinnerungen
BeitragVerfasst: Sa Apr 26, 2008 21:03 
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Beiträge: 883
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Eine weitere Motivation, nach Portugal zu kommen, war mein Schulfreund Wolfgang, der nicht mehr lebt.
Diesen kann man als Portugal-Fan der ersten Stunde bezeichnen.
Er lernte als Schüler in Hof einen portugiesischen Migranten kennen
-wir andern wussten mühsam, dass es das Land überhaupt gab, ausserdem war es ja finsterste Diktatur,
wie Spanien und Griechenland damals auch-
fing an, portugiesisch zu lernen und reiste mit 16 das erste Mal dorthin.

Seither war Portugal in jeden Sommerferien sein Reiseziel (per Autostopp)
und das der um ihn gruppierten Clique ebenfalls -
zu dieser Clique stiess ich 1968 zwar dazu,
aber meine Eltern erlaubten mir derartigen Eskapaden damals nicht.

Nach der Revolution 1974 gab's für ihn kein Halten mehr -
sooft es ihm angesichts seines Jura-Studiums möglich war,
hielt er sich große Teile des Jahres dort auf,
wozu ihn auch -nacheinander- mehrere Bürgerinnen des Landes motivierten
Letztendlich baute er sich eine Existenz auf als Anwalt
für deutsch-portugiesische Rechtskomplikationen.

D.h. eine Reise nach Portugal war auch immer eine Reise zu Wolfgang -
was jetzt leider anders wäre.



Auf unserer ersten Reise hatte mein Mitfahrer R. ein kleines Zelt dabei;
wie wir da zusammen reingepasst haben, ist mir heute ein Rätsel.
Bei Wolfgang konnten wir nicht übernachten, weil er in Untermiete wohnte -
d.h. für mich allein ging's, nachdem die Wirtin mich "beschnuppert" hatte, dann doch.
Aber erstmal war der Lissabonner Campingplatz angesagt -
mein Auto blieb dort stehen (Benzin war dort extrem teuer, im Gegensatz zu Diesel),
und ich machte die Stadt per Bus und Metro unsicher.

Ihr kennt vielleicht die Londoner Stadtbusse -
die Lissabonner sehen so ähnlich aus, nur grün, und natürlich mit Linkslenker.
Die Metro wurde gerade umgebaut, weil in einige Stationen nur zwei Wagen passten,
die Züge aber inzwischen viergliedrig waren -
auf den Metroplänen waren die Bahnhöfe gekennzeichnet,
an denen man nur aus bestimmten Wagen den Zug verlassen konnte ...
Bis 1979 wurde dieses Hindernis beseitigt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lefteris Portugal-Erinnerungen
BeitragVerfasst: So Apr 27, 2008 13:55 
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ja - die Londoner Busse kenn wir :oops: Nur das fahren darin war nicht 100pro angenehm!

danke für deine Reiseerinnerungen, Lefteri!

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 Betreff des Beitrags: Re: Lefteris Portugal-Erinnerungen
BeitragVerfasst: Di Apr 29, 2008 16:57 
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Hallo Lefteri!

An dieser Stelle mal ganz herzlichen Dank für Deine Reiseerinnerungen - sei es hier oder auch auf der Tansaniaseite.
Es gefällt mir außerordentlich gut, wie und was Du schreibst - eine Mischung aus Sachinformationen und persönlichen Eindrücken, die eine gewisse Distanz zum Beschriebenen bewirken. Interessant und unterhaltsam!
Danke!

Gruß,
ELMA

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 Betreff des Beitrags: Re: Lefteris Portugal-Erinnerungen
BeitragVerfasst: Di Apr 29, 2008 22:05 
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Dankschön für die Komplimentln !
... da mach ich doch gleich mal weiter:


Nach Lissabon bin ich im Lauf der Jahre immer wieder gekommen,
deshalb verlassen wir diese schöne Stadt erstmal,
d.h. über sie werd ich später noch schreiben.

Der Fluss Tejo, an dem Lissabon liegt, weitet sich vor der Stadt zu einem See,
so dass es zum Überqueren schon eine riesige Brücke braucht.
Diese wurde 1968 fertiggestellt und nach dem eben verschlaganfallten Diktator
"Ponte de Salazar" benannt, und 1974 natürlich umgetauft,
in "Ponte 25 de Abril", dem Tag der Nelkenrevolution,
und so heisst sie noch heute.

Mit einem mulmigen Gefühl fuhr ich da rüber (mit Wolfgang und R.),
rechts stauten sich die Lastwagen,
und die mittlere Spur besteht aus Metallgitter und ist nach unten durchsichtig;
manche mögen jetzt die ungewöhnliche Aussicht geniessen,
aber wenn man Höhenangst hat und gleichzeitig auch noch lenken muss,
bleibt einem das verwehrt,
und man ist froh, wenn man auf der anderen Seite angekommen ist.

Wir fuhren durch bis zum Alentejo, das ist schon fast die südlichste Region,
danach kommt nur noch die Algarve
(das ist das, was die meisten Portugalpauschalurlauber kennen - leider nur das, meistens).
Die durch das gleichnamige Lied so berühmte Stadt Grandola wollten wir zumindestens mal anschauen,
allein es war Mittagszeit und alles schlief,
so habe ich an Grandola kaum Erinnerung.

Der Alentejo ist die Region mit den Oliven - und Korkeichenplantagen,
die nach der Revolution oft von den Landarbeitern besetzt worden waren -
leider war man schon 1977 fleissig dabei, den alten Grundbesitzern ihr Land,
auf dem sie sich selbst die meiste Zeit des Jahres gar nicht aufhielten, zurückzugeben.
Immerhin war die Parole a terra a quem quem trabalha
= das Land denen die darauf arbeiten
noch allgegenwärtig.

Auf den kurvigen und schmalen Straßen kam man nur langsam voran;
zeitweise war wohl die Autobahn schon fertig, aber die kostete Maut,
und wir hatten ja Zeit.
Abends kampierten wir in einem Ort mit dem schönen Namen
Vila nova de mil Fontes, das heisst Neues Dorf der tausend Quellen -
auf den Karten steht meistens Milfontes.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lefteris Portugal-Erinnerungen
BeitragVerfasst: Mi Apr 30, 2008 00:13 
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Wohnort: im Landkreis Rosenheim/Oberbayern
Schön!!!
Ich bin auf die Fortsetzung gespannt ( war noch nie in Spanien und auch noch nie in Portugal....)

Gruß,
ELMA

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Friedrich Rückert

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 Betreff des Beitrags: Re: Lefteris Portugal-Erinnerungen
BeitragVerfasst: Mi Apr 30, 2008 07:06 
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auch ich bin auf die Fortsetzung gespannt, lieber Lefteri!

vielen vielen Dank

liebe Grüße

Ini

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 Betreff des Beitrags: Re: Lefteris Portugal-Erinnerungen
BeitragVerfasst: Mi Apr 30, 2008 23:12 
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Ini hat geschrieben:
auch ich bin auf die Fortsetzung gespannt, lieber Lefteri!

vielen vielen Dank

liebe Grüße

Ini

Se fazes favor - bittschön:

In Milfontes kauften wir einen portugiesischen Ton-Grill und ein kg Sardinen
sowie Brot und noch ein bissl Gemüse.
Dann zogen wir los, drei Mann im VW-Käfer,
quer über die kurvigen Straßen des Alentejo.
Vor der Tal-Überführung konnte man die Straße verlassen und unter die Brücke fahren,
das taten wir und grillten, und badeten im Bach.
Dann tuckerten wir einfach weiter auf dem Waldweg entlang des Baches.
Irgendwann kam ein Mann; Wolfgang fragte ihn,
ob man auf diese Weise nach Odemira (nächste Kreisstadt) käme -
er sah uns entgeistert an und fragte: "Warum nehmen Sie nicht die Straße ?"

Irgendwann versperrte ein querliegender Baum die Weiterfahrt.
Ein paar Meter zurück gab es einen Weg auf dem anderen Bachufer,
auch schien die Möglichkeit, den Bach zu durchfahren, gegeben.
Einmal Anlauf -platsch- und der Käfer war am anderen Ufer - Glück gehabt !

Irgendwie kamen wir an diesem Tag tatsächlich noch nach Odemira
- keine Ahnung mehr, was wir da wollten -
und irgendwann, schon bei Dunkelheit, überquerten wir eine kleine Brücke
(auf einer Teerstraße, bittschön), an der uns Wolfgang erklärte,
dass hier die Grenze zwischen Restportugal und der Algarve sei.

Wir fuhren durch bis Lagos und parkten an einem Golfplatz,
auf dem man laut Wolfgang gut schlafen könne, weil das Gras so schön weich sei.
Das stimmte, zudem war es völlig ruhig, ausser dass zwischendurch mal ein Hund kläffte,
bis am nächsten Morgen -es war schon hell- ein Zug laut pfeifend an uns vorbei fuhr -
quer durch den Golfplatz ging nämlich die Bahnlinie von Lagos nach Faro ...

Den Wecker hatten wir also schon mal gespart, und die Dusche kam auch bald,
in Form des Platzwarts, der uns freundlich bat, unsere Sachen auf die Seite zu räumen,
weil er jetzt die Rasensprenganlage in Betrieb nehmen müsse.
Dagegen, dass wir diese als Dusche missbrauchten, hatte er nichts.

Wir blieben fast eine Woche in Lagos und schliefen immer auf dem Golfplatz -
ich glaub nicht, dass so etwas heute noch geht.

Ansonsten lagen wir die meiste Zeit am Strand unterhalb der Lehmfelsen,
badeten und grillten,
schauten uns auch mal Lagos an und saßen am Denkmal des Königs Sebastião,
der so traurig dreinschaut -
wozu er auch allen Grund hatte
(hier -5. Bild von oben- könnt Ihr ihn Euch anschauen).

Kam er doch -grad 24 Jahre alt- auf die Wahnsinnsidee,
mit einem hoffnungslos unterlegenen Heer Marokko erobern zu wollen -
er überlebte wie die meisten seiner Mitstreiter die Schlacht von Alcazarquivir nicht,
sein Leichnam wurde nie gefunden.


Zurück in Lissabon stellte ich fest,
dass ich gar nicht mehr genug Benzingeld für die Rückfahrt hatte -
meine Mitfahrer von der Anreise wollten alle länger hierbleiben,
das war auch von vorherein so abgesprochen gewesen.
Ich setzte mich also in eine der Uni-Cafeterias
und verfasste einen großen Zettel in Englisch, Deutsch und -abenteuerlichem- Portugiesisch
mit dem Text, dass ich gegen Kostenbeteiligung eine Fahrt nach Heidelberg anbieten würde.
Korrigierte das Ganze mindestens dreimal, liess es kopieren
und hängte es in allen Lissaboner Mensen aus.

Nach zwei Tagen hatte ich Glück - es meldete sich ein brasilianisches Pärchen,
die nach Deutschland wollten, um dort einen gebrauchten Mercedes zu kaufen;
ich konnte sogar für meine letzten Tage in Lissabon bei ihnen wohnen.
Die Kommunikation war wohl etwas mühsam - sie sprachen nur Portugiesisch,
und zwar das für mich schwerer verständliche brasilianische.

Jedenfalls kamen wir nach dreitägiger Fahrt wohlbehalten in Heidelberg an,
ich machte mit ihnen eine Tour über die Schrottplätze,
und sie fuhren mit einem 12 Jahre alten Diesel-Daimler wieder los.


P.S. I
Ende August waren sie abgereist,
Weihnachten waren sie schon wieder da -
sie hatten den Benz schon kaputtgefahren.
Diesmal half ihnen ein anderer Brasilianer;
aus dem Umstand, dass ich sie danach nie wieder gesehen habe,
könnte geschlossen werden, dass sie diesmal mehr Glück hatten ...


P.S. II
Wolfgang schrieb mir Monate nach meiner Rückreise,
dass mein dreisprachiger Zettel noch immer in der Mensa hinge
und sich lebhafter Aufmerksamkeit erfreue.

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